Kastration Hündin

 

 

Bei der Kastration der Hündin werden die Eierstöcke entfernt. Die Gebärmutter wird in der Regel nur entfernt, wenn diese verändert ist (z.B. Eiter in der Gebärmutter, Gebärmutterkrebs, usw.)

 

 

Vorteile:

  • die Hündin wird nicht mehr läufig
  • die Hündin wird nicht mehr scheinträchtig
  • bei einer Operation vor der 2. Läufigkeit wird die Häufigkeit von Gesäugetumoren deutlich gesenkt
  • kein Risiko von Gebärmuttervereiterung (Pymetra) mehr
  • keine Wesensschwakungen mehr im Zusammenhang mit der Läufigkeit

 

 

Nachteile:

  • Harnträufeln (Harninkontinenz): Nach dem Wegfall der Eierstockhormone kann es zu einer Schwäche des Harnröhrenverschlusses kommen. Meist tritt das Harnträufeln innerhalb der ersten drei Jahe nach der Kastration auf. Betroffensind v.a. grosse Hundeassen über 20 Kilogramm (ca. 30%), insbesondere gewisse Rassen wie Dobermann, Riesenschnauzer, Rottweiler und Boxer. Bei kleinen Hunderassen mit einem Körpergewicht von wenger als 20 Kilogramm ist das Risiko geringer (knapp 10%).
  • geringes Operations- und Narkoserisiko
  • Gewichtszunahme: durch eine angemessene Fütterung kann dies verhindert werden (kastrierte Hündnenbrauchen 10 - 20% weniger Kalorien)
  • Haarkleidveränderung: betroffen sind vor allem Langhaarrassen, wie der Spaniel oder der Setter. Sie bilden mehr Unterwolle.
  • bei der Hündin keine Therapie von Agressivität durch Kastration

 

 

Zeitpunkt der Kastration

  • Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit geschnitten werden, bleiben "kindlicher" bzw. verspielter.
  • Der Kastrationszeitpunkt hat einen Einfluss auf das Harnträufeln. Das Risiko von Harninkontinenz bei Kastration vor der ersten Läufigkeit ist kleiner, aber falls sie doch inkontinenz werden, dann in der Regel stärker. Grosse Hunderassen, die zur Inkontinenz neigen (siehe oben) sollten daher, wenn überhaupt, nach der 1. Läufigkeit kastriert werden. Leidet die Hündin an einer Scheidenentzündung der Junghunde, sollte sie nicht vor er ersten Läufigkeit geschnitten werden.

 

 

Wir empfehlen die Operation zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit!

 

 

Ablauf der Operation

Die Hündin kommt nüchtern (mindestens 8 Stunden kein Futter) und versäubert am Morgen zu uns in die Praxis. Gerne dürfen Sie bei Ihrer Hündin bleiben, bis sie schläft. Die Hündin wird intubiert, damit die Narkose über den Narkoseapparat gesteuert werden kann. Die Operation dauert 1 - 2 Stunden. Dabei werden die Eierstöcke und falls nötig auch die Gebärmutter entfernt. Die Hündin wird mit Schmerzmittel versorgt. Damit sie an der Naht nicht lecken kann, wird ein "Body" übergezogen. Bereits am Nachmittag dürfen Sie ihre Hündin wieder nach Hause nehmen.

 

 

Nach der Operation

Am Tage der Operation schläft ihre Hündin vorwiegend. Sie kann auch einige Male schaumig erbrechen und erweigert 1 - 2Tage ihr Futter. In der Regel ist keine besondere Behandlung nötig. Zu Beginn reichen kurze Versäuberungsspaziergänge, diese können schnell ausgedehnt werden. Nach 3 - 4 Tagen hat sich Ihre Hündin weitgehend erholt. Behalten Sie sie aber bis zum Fäden ziehen an der (Flexi-)Leine, damit kein Unglück geschehen kann (Spielen mit anderen Hunden, Baden, usw.).

Nach 10 - 14 Tagen werden die Nähte gezogen, der Eingriff ist überstanden!